Systemische Traumaarbeit

Unterschiedliche belastende Erfahrungen, Erlebnisse und Ereignisse können sich traumatisch und belastend auf den persönlichen Alltag, auf Empfindungen, Verhaltensweisen und Beziehungen zu dem eigenen Umfeld auswirken.
Nicht immer entwickeln sich dadurch traumatische Störungen, dennoch besteht die Möglichkeit, dass erlebte Katastrophen oder außergewöhnliche Bedrohungen ein Trauma zur Folge haben.
Erlebnisse aus der Kindheit, Gewalterfahrung, die Erkrankung oder der Tod eines Elternteils oder einer engen Bezugsperson, ein Unfall, Naturkatastrophen, hohe psychische Belastungen sowie lebensbedrohliche oder langanhaltende Erkrankungen können zum Beispiel Auslöser sein.

Bei der Traumaarbeit ist es zuerst einmal sehr wichtig, den oder die Betroffene(n) zu stabilisieren. Sicherheit und Stabilität, d.h. einen sicheren Ort zu schaffen und wieder das Gefühl zu empfinden "Ich bin gut aufgehoben" hat Priorität.
Jeder Mensch besitzt Resilienzien (Abwehrkräfte), die ihm helfen, mit schweren Situationen umzugehen. Diese zu würdigen und weiterhin zu stabilisieren, sind wichtige Elemente der Ressourcen- und Traumaarbeit.

Durch systemische Methoden können Selbstheilungskräfte mobilisiert und zu Unterstützung eingesetzt werden. Vorhandene Ressourcen werden neu entdeckt und stabilisiert.


Mögliche Methoden sind:

- Ressourcenarbeit
- Arbeiten mit dem inneren sicheren Ort
- Arbeiten mit Ego-States
- Arbeiten mit dem inneren Kind
- EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing /
   Desensibilisierung und Neubearbeitung mit Augenbewegungen
)
- Imaginationsübungen
- Tresorübung
- Entspannungsübungen, z.B. Progressive Muskelentspannung